Nachtflugtraining 2006, Orland - Norwegen




MAS Orland, Norway

Vom 6. Februar bis 3. März 2006 fand die diesjährige Nightway 06 in Norwegen statt. Die drei Profi F/A-18 Staffeln Fliegerstaffel 11, 17 und 18 nahmen dabei für jeweils 2 Wochen auf der MAS Orland teil. Orland liegt nordwestlich von Oslo am Atlantik, nahe des kleinen Städtchens Breckstad, welches ca. 3000-4000 Einwohner zählt.

Hier trainierten wir vor allem Nachtflug mit und ohne NVG (Night Vision Goggles). Es wurden jedoch auch Übungen am Nachmittag geflogen bei denen Sichtluftkampf in einem etwas anderem Umfeld trainiert werden konnte, sowie BVR (beyond visual range) Trainingsflüge gegen die norwegische F-16 Staffel Sqn 338 geflogen.

 

Positive Trainingseffekte, die in der Schweiz fehlen, sind:

 

-die kurze Sonnenscheindauer = mehr Nacht

-die Trainingsräume liegen grösstenteils über dem Meer, dies führt zu viel 

 geringerer Lärmbelastung für die Bevölkerung

-die Minimalhöhen betragen 5000 ft/AGL (ca 1600 m) und nicht 13'000 ft/AGL

 (ca 3700m) wie in der Schweiz; die Performance der Triebwerke ist 

 wesentlich grösser und die Flugtaktik dementsprechend anders

-Überschallflüge bis 2800 Meter über Meeresspiegel (in der Schweiz beträgt 

 diese 10'000 Meter über Grund!)

-Training gegen F-16

 

Der Tagesablauf sah ungefähr folgendermassen aus:

  • 0900 Tagwache, anschl. Morgenessen
  • 1000 Sport
  • 1130 Mittagessen
  • 1315 Wetterbriefing
  • X hrs für Flugvorbereitung (teils am Vortag)
  • Flugwave A 
    • 1345-1430 Briefing
    • 1440         Ankleiden mit Trockenanzug und Pil Ausrüstung
    • 1455         Flugzeugübernahme
    • 1530         Start
    • ca 1630     Landung
    • 1700         Debriefing (bis ca. 1815)

  • Flugwave B bis ca 2030
  • Flugwave C bis ca 2330

 

Das Fliegen über dem Meer sowie die tieferen Minimalhöhen bedingen eine seriöse Vorbereitung. Jeder Pilot absolviert jeweils vor der Kampagne im Neuenburgersee ein Sea Survival bei Nacht, um sich in der Dunkelheit mit der Ausrüstung zurecht zu finden. Dabei werden sogenannte Trockenanzüge getragen, welche den Piloten bei einem Schleudersitzabschuss vor dem Erfrieren im eiskalten Wasser bewahren. Zusätzlich gibt es diverse Briefings über die örtlichen Gegebenheiten wie See-Rettung, spezielle Wetterverhältnisse, Unterschiede Air Traffic Control zur Schweiz etc.

 

 

Dank der seriösen Vorbereitung und Durchführung aller beteiligten Parteien konnten wir auch diese Kampagne ohne Vorkommnisse zu Ende führen!


Page updated:  03.12.2009 / 21:31
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